Gesellschaftsrecht

Meine Leistungen im Überblick:

Erstellen und Überprüfen von Gesellschaftsverträgen bzw. Satzungen, zum Beispiel für

  • GmbH
  • Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
  • Partnerschaftsgesellschaft
  • GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) usw.

Rechtsberatung bei der Wahl der geeigneten Rechtsform für Ihr Unternehmen

Wahl der Rechtsform

Die Wahl der Rechtsform ist schon vor der Existenzgründung ein wichtiges Thema. Später kann es sinnvoll sein, die gewählte Rechtsform den neuen Anforderungen an das Unternehmen anzupassen. Da es nicht die Gesellschaft für alle Fälle gibt, sind die Vor- und Nachteile einzelner Gesellschaftsformen sorgsam abzuwägen. Schließlich sollten Sie sich für die Rechtsform entscheiden, die Ihren Interessen am meisten gerecht wird und mit der Sie sich am wohlsten fühlen. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Rechtsformen:

Einzelunternehmen

Wollen Sie den Betrieb allein führen, können Sie mit wenig bürokratischem Aufwand und ohne Mindestkapital ein Einzelunternehmen gründen. Gewerbetreibende müssen ihr Gewerbe beim Gewerbeamt anmelden, Angehörige Freier Berufe melden sich beim Finanzamt.

Sofern Ihr Unternehmen nach Art und Umfang einen Geschäftsbetrieb in kaufmännischer Weise erfordert, sind Sie als Kaufmann bzw. Kauffrau gesetzlich verpflichtet, sich ins Handelsregister eintragen zu lassen. Mit dem Eintrag ins Handelsregister gelten für Sie die kaufmännischen Rechte und Pflichten nach dem Handelsgesetzbuch.

Einzelunternehmer/innen und Kaufleute haften unbeschränkt auch mit ihrem Privatvermögen.

Gesellschaft bürgerlichen Rechts / BGB-Gesellschaft

Wenn Sie mindestens zu zweit sind, kommt für Angehörigen Freier Berufe und für Gewerbetreibende gleichermaßen die Gründung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) in Betracht. Die GbR wird auch „BGB-Gesellschaft“ genannt, weil die Vorschriften dazu im BGB geregelt sind, und zwar in §§ 705 ff. BGB. Diese Gesellschaftsform ist attraktiv, weil Sie kaum Formalitäten zu beachten haben. So können Sie den Gesellschaftsvertrag formfrei, also auch mündlich abschließen. Gleichwohl ist zu empfehlen, den Vertrag schriftlich zu verfassen, um die Rechte und Pflichten der einzelnen Gesellschafter/innen festzulegen. Dadurch schaffen Sie Klarheit und vermeiden im Konfliktfall langwierige Diskussionen.

Vorteil der GbR: Sie benötigen kein Mindestkapital. Die Gründung ist mit wenig Aufwand verbunden, insbesondere ist keine Eintragung ins Handelsregister erforderlich.

Nachteil der GbR: Gesellschafter/innen haften neben dem Gesellschaftsvermögen persönlich mit ihrem Privatvermögen.

Partnerschaftsgesellschaft

Exklusiv für Angehörige der Freien Berufe gibt es die Partnerschaftsgesellschaft. Der Gesellschaftsvertrag bedarf der Schriftform sowie der notariellen Beurkundung. Die Partnerschaftsgesellschaft wird ins Partnerschaftsregister eingetragen. Auch hier haften Sie wie in der GbR mit Ihrem eigenen Vermögen neben dem Gesellschaftsvermögen, die Haftung für Fehler ist jedoch auf den Partner beschränkt, der hierfür die Verantwortung trägt. Regelungen zur Partnerschaftsgesellschaft finden sich im Partnerschaftsgesellschaftsgesetz (PartGG)

GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung)

Wenn Sie Ihre Haftung auf das Gesellschaftsvermögen begrenzen möchten, kommt für Sie die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) in Betracht. Gründen können Sie eine GmbH – anders als eine GbR – auch allein. Das Mindeststammkapital beträgt 25.000 €. Davon können Sie die Hälfte als Sacheinlage einbringen. Ein schriftlicher, notariell zu beurkundender Gesellschaftsvertrag ist Pflicht. Die Gesellschaft muss ins Handelsregister eingetragen werden und unterliegt damit handelsrechtlichen Pflichten. Unter anderem ist für die GmbH ein Jahresabschluss zu erstellen. Soweit mit der Gesellschaft gemeinnützige Zwecke verfolgt werden, kann die Gründung einer steuerbegünstigten gGmbH sinnvoll sein.

UG (haftungsbeschränkt)

Die UG (haftungsbeschränkt) ist so etwas wie die kleine Schwester der GmbH: Sie können eine GmbH mit einem deutlich geringeren Stammkapital gründen in der Form der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) oder UG (haftungsbeschränkt). Man spricht deshalb auch von „1-€-GmbH oder „Mini-GmbH“. In der Praxis sollten Sie jedoch wenigstens mit einigen hundert Euro starten. Eine Gründung mit Sacheinlagen ist – anders als bei der GmbH – nicht zulässig.

Als Gesellschafter/in einer UG (haftungsbeschränkt) sind Sie verpflichtet, jährlich eine gesetzliche Rücklage zu bilden, und zwar in Höhe eines Viertels des Jahresüberschusses (abzüglich des Verlustvortrags). Sobald die Rücklagen den Betrag des Mindeststammkapitals der GmbH von 25.000 € erreichen, darf sich die Gesellschaft GmbH nennen.

Die UG (haftungsbeschränkt) darf wie die GmbH auch für gemeinnützige Zwecke errichtet werden – mit den damit verbundenen Steuererleichterungen (vgl. §§ 51 ff. der Abgabenordnung – AO).

Genossenschaft

Auch in einer Genossenschaft ist die Haftung auf das Genossenschaftsvermögen beschränkt. Ein Mindestkapital ist nicht zwingend vorgeschrieben. Die Satzung der Genossenschaft ist schriftlich zu verfassen. Die Genossenschaft, die Sie bereits mit drei Mitgliedern gründen können, wird beim Genossenschaftsregister eingetragen.

Registergericht

Das Handelsregister wird von den Amtsgerichten geführt. Für Gesellschaften in Berlin werden alle Register zentral beim Amtsgericht Charlottenburg geführt. Alle in Deutschland im Handelsregister eingetragenen Unternehmen können Sie im Internet beim gemeinsamen Registerportal der Länder auf www.handelsregister.de einsehen.