Corona: Liquiditätshilfen

Corona: Liquiditätshilfen für kleine Unternehmen

Die Bundesregierung und die Länder erarbeiten derzeit mehrere Wirtschaftshilfsprogramme. Hiermit sollen die negativen Folgen durch Corona für die Wirtschaft möglichst abgefangen werden. Kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige in Berlin, die von der Corona-Krise betroffen sind, können einen Antrag auf Zuschuss aus dem Berliner Notfallfonds stellen.

Corona-Notfallsfonds in Berlin für kleine Unternehmen

In Berlin wurde im März 2020 der Corona Notfallfonds beschlossen für

  • kleine Unternehmen mit maximal 5 Beschäftigten
  • Freiberufler*innen und  
  • Solo-Selbstständige (Einzelunternehmen ohne Beschäftigte)

Der Fonds soll kleinen Unternehmen, die durch die Corona-Krise erheblich betroffen sind, schnell und einfach helfen. Hierfür erhalten die Unternehmen auf Antrag einen Zuschuss für die berufliche bzw. betriebliche Existenzsicherung. Das Programm wird in der Woche ab dem 23.3.2020 umgesetzt.

Antragstellung

Für den Zuschuss müssen Sie einen Antrag stellen. Darin erklären Sie unter anderem, dass der Zuschuss angesichts der Corona-Krise für die Sicherung Ihrer beruflichen bzw. betrieblichen Existenz erforderlich ist.

Zuständig für die Antragstellung ist die IBB, die Anträge können nur elektronisch über die Website der IBB gestellt werden, und zwar seit Freitag, 27.3.2020. Im Antrag müssen Sie Ihre Kontaktdaten angeben (Name, Adresse) und Ihre Bankverbindungsdaten. Halten Sie außerdem Ihren Personalausweis bzw. Reisepass bereit. Erforderlich ist zudem Ihre Steuer-ID-Nummer (diese finden Sie auf Ihrem letzten Einkommenssteuerbescheid) sowie Ihre USt-ID-Nummer (nur, falls Sie eine solche haben). Beachten Sie bitte die Updates der Berliner Senatsverwaltung , der IBB.

Höhe des Zuschusses

Der Zuschuss beträgt 5000 €. Bei Bedarf können Sie ihn mehrfach beantragen: Einzelunternehmen nach 6 Monaten, Mehrpersonenbetriebe nach 3 Monaten.

Weitere Informationen

Nach Information des Berliner Senats müssen Sie bei der Antragstellung zudem erklären, dass „Hilfsprogramme des Bundes oder andere zur Verfügung stehende Hilfsprogramme bzw. Ansprüche aus der sozialen Sicherung und anderen gesetzlichen Leistungen (z.B. Kurzarbeitergeld, Grundsicherung) in Anspruch genommen bzw. beantragt werden“.  

Zudem soll eine doppelte Inanspruchnahme aus mehreren Töpfen vermieden werden. So sagt der Senat, dass der Zuschuss als „Liquiditätshilfe bis zur Klärung und Inanspruchnahme anderer Ansprüche“ dient.

Auch die Bundesregierung hat einen Notfallfonds für kleine Unternehmen (Soforthilfe II) errichtet. Beide Programme werden synchronisiert. Konkret heißt das, dass Sie den Antrag in dem Bundesland stellen, in dem Sie sitzen. Im Antrag können Sie den Zuschuss Ihres Bundeslandes beantragen und bei Bedarf außerdem die Soforthilfe II des Bundes. Lesen Sie hier zum Soforthilfeprogramm vom Bund.

Ansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz

Informationen zur Entschädigung wegen Verdienstausfällen nach dem Infektionsschutzgesetz (z. B. bei Corona-Quarantäne) finden Sie hier: https://www.kanzlei-grudzinski.de/entschaedigung-nach-dem-infektionsschutzgesetz/